Horneckschule Gundelsheim


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Infos

Wandern für Afrika



Kindern Hoffnung geben

Anton Gurt, Lehrer an der Horneckschule Gundelsheim betreut zusammen mit einem Organisationsteam das Projekt „Wandern für Afrika 2010“.
Yasemin Cakir, Zeynep Esen, Selin Sevinc und Anna-Maria Gentile führten ein Interview mit ihm.



Wie kamen Sie eigentlich auf dieses Projekt „ Wandern für Afrika“?

Anton Gurt:
1985 war eine große Hungerkatastrophe in Äthiopien und erschütternde Bilder von schlimmen Kinderschicksalen gingen um die Welt. Wir haben uns im Kollegium zusammengesetzt und überlegt, wie wir mit unseren Schülern wirksam helfen können. Dabei wurde diese Großaktion geboren.

Die Idee stammt von der Universität Sheffield in England, wo ich 1973 einen „Charity Walk“ (Wanderung der Nächstenliebe) über 80 km mitgemacht habe. Dieses Prinzip haben wir auf unsere Schule übertragen. Die Teilnehmer/innen suchen möglichst viele Sponsoren aus ihrem unmittelbaren Umfeld für jeden Kilometer, den sie zurücklegen. Unsere Schüler strengen sich körperlich an und engagieren sich gleichzeitig für die Not leidenden Kinder und Jugendlichen in Äthiopien und Burundi.

Wann ist der diesjährige „Wandertag für Afrika“?

Anton Gurt:
Am 1.Oktober. Dieses Jahr besteht „Wandern für Afrika“, wie ihr wisst, schon 25 Jahre. Daher wird es ein großer Jubiläumswandertag, zu dem auch viele andere Schulen eingeladen werden.


Wie viele weitere Schulen sind schon für Afrika mitgewandert?

Anton Gurt:
Beim Großwandertag im Jahr 2000 machten 21 Schulen mit allen Schülern oder mit einzelnen Klassen mit. Sogar ein Kindergarten war dabei. Wir an der Horneckschule freuen uns sehr, dass heute viele Schulen und Wohltätigkeitsorganisationen dieses Prinzip oft in etwas abgewandelter Form zur Unterstützung unserer oder ihrer eigenen Hilfsprojekte übernommen haben. Wir geben gerne unsere guten Erfahrungen weiter und bekommen auch immer wieder Anfragen.


Wie ist der Ablauf des Großwandertags am 1. Oktober 2010 in Gundelsheim geplant?

Anton Gurt:
Ihr habt mehrere Möglichkeiten zur Auswahl: Ihr könnt 10 oder 15 km wandern, 30 km mit dem Fahrrad fahren oder auf einen Rundkurs mit euren Inline Skates gehen. Unterwegs gibt es Verpflegungsstationen mit kostenlosem Tee und Traubenzucker. Der Schulförderverein sorgt für das leibliche Wohl, wenn ihr von euren Strecken zur Schule zurückkommt. Am Ziel gibt´s natürlich eine Urkunde und einen Sticker zur Erinnerung. Ihr könnt eine Dokumentation zu den konkreten Hilfsprojekten in Afrika betrachten. Natürlich werden auch viele prominente Persönlichkeiten eingeladen.

Wie viel wurde bisher gespendet?

Anton Gurt:
Ich glaube, wir alle dürfen schon ein wenig stolz und sehr dankbar sein, denn seit 1985 bis heute wurde der für Schulen einzigartige Gesamtbetrag von 219.172.45 € !!! `erwandert´. Mit dieser riesigen Summe wurden zahlreiche Hilfsprojekte in Äthiopien, Burundi und Tansania unterstützt. Besonders am Herzen liegen uns dabei die Waisenkinder, die die Bürgerkriege in beiden Ländern hilflos zurückgelassen haben. Ihnen wollen wir Hoffnung auf eine bessere Zukunft geben. Im Augenblick liegt der Schwerpunkt in Awasa/Äthiopien auf dem Ausbau von Schulen zur Verbesserung der Bildungssituation, in Ruyigi/Burundi bezahlen wir jedes Jahr das Schulgeld für 300 Waisenkinder im `Maison Shalom ´. Entscheidend wichtig und garantiert ist, dass jeder gespendete Cent auch wirklich bei den Ärmsten der Armen in Afrika ankommt und segensreich wirkt.

Gibt es ein bestimmtes Motto für „Wandern für Afrika“?

Anton Gurt:
Ja, es ist das afrikanische Sprichwort:

„Viele kleine Leuten an vielen kleinen Orten, die viele kleine Dinge tun, werden das Angesicht der Erde verändern.“


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